08.09.19 – Magnet Staff

Obama zerlegt Trump, Zuckerberg disst Facebook und Emma Watson macht Pornos. Das alles ist nie passiert, und trotzdem gibt es davon Videos. Aber wie gefährlich – und wie wichtig für die Forschung – sind Deepfakes eigentlich?

Deepfakes machen Angst. Deepfakes machen Spaß. Deepfakes machen Leben kaputt. Deepfakes verstören – und treiben gleichzeitig die Forschung an. Deepfakes sind so widersprüchlich und so umstritten wie sie klingen. Und trotzdem sind sie gekommen, um zu bleiben, wenn man den Wissenschaftler*innen und Journalist*innen glauben darf, die sich heute schon am meisten mit ihnen beschäftigen.

Deepfakes, das sind gefälschte Videos, aber eigentlich noch so viel mehr. Der Begriff selbst ist eine Anspielung auf „Deep-Learning“ – dem Lernprozess von Künstlichen Intelligenzen, die die Video-Fälschungen auf Datenbasis erstellen – in Kombination mit „Fake“ für Fälschung. Zum ersten Mal tauchte der Ausdruck im Umfeld von gefälschten Pornos auf, bei denen weibliche Celebrities auf die nackten Körper von Fremden montiert wurden. Und das war erst der Anfang. Deshalb haben wir uns gefragt „Heast, wos is … Deepfake?“ und uns auf die Suche nach Antworten begeben.

Unsere Reise brachte uns nach Linz und Wien, aber auch nach London und Saudi-Arabien; zu Sepp Hochreiter, der mit seiner Forschung die Basis für Deepfakes geschaffen hat; zu Matthias Strolz, Candy Ken und Jana Klar, die alle ihre ganz eigene Einstellung zum Thema "Fakes auf Social Media" haben; zu Corinna Milborn und Jakob Steinschaden, die sich als Medienvertreter*innen mit der Zukunft von Fakes im Journalismus auseinandersetzen; zu dem Pornostar-Paar Little Caprice und Marcello Bravo, die mit Deepfake-Videos schon am eigenen Leib zu tun hatten; und zu Anna Frühstück, der A.I.-Forscherin am Visual Computing Center der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) in Saudi-Arabien. Von ihr haben wir gelernt haben, was Deepfake mit selbstfahrenden Autos, Smart-Citys und Videospielen zu tun haben.

Das Ergebnis ist unsere große Video-Doku „Heast, wos is … Deepfake?“, die ihr euch hier in drei Teilen anschauen könnt, und für die dasselbe Motto gilt wie auch für MAGNET: Gegensätze ziehen sich an. Ob Deepfakes also am Ende die Apokalypse bringen oder wir auf ein Happy-End zusteuern, wird die Zukunft zeigen. Wichtig ist, dass wir Deepfakes nicht nur verteufeln, sondern sie als das sehen, was sie sind: Ein Anlass, um uns kritisch mit der Welt und mit uns selbst auseinanderzusetzen.

Danke an:


Magnet Staff × Magnet

MAGNET, das ist die Magenta-Redaktion für alle Aspekte des digitalen Lebens in und um Österreich. Wir glauben an die Kraft der Gegensätze und beleuchten Österreich durch die Zukunftsbrille.

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